Schwarzenberger Schwemmkanal
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Der Schwarzenberger Schwemmkanal wurde Ende des 18. Jahrhunderts errichtet. Die Idee zum Bau dieses Kanals stammt allerdings schon aus dem 14. Jahrhundert. Zur Zeit Kaiser Karl IV wurde der Vorschlag diskutiert die Vltava (Moldau) und die Donau, zwei in verschiedene Meere fließende Flüsse, zu verbinden. Durch diese bedeutende Kreuzung sollte Böhmen wirtschaftlich gestärkt und der Kanal als wichtiger Land- und Wasserweg etabliert werden.
Die tatsächliche Verwirklichung des Projekts wurde erst auf Grund eines Mangels an Holz im Inland realisiert. Die schier unerschöpflichen Holzreserven in Südböhmen sollten genutzt werden, um den Preis im Inneren des Landes wieder auf ein annehmbares Niveau zu bekommen. Für die Beförderung des Holzes wurde schließlich der Schwarzenberger Schwemmkanal errichtet, der zur damaligen Zeit als einer der merkwürdigsten Wasserbauten des Landes angesehen wurde. Der neue Wasserweg ermöglichte das Schwemmen des Holzes aus dem Böhmerwald (Šumava) und seine Beförderung zum Absatzplatz nach Wien, womit es gelungen war, den Reichtum der Wälder aus bis jetzt unzugänglichen Gebieten des Böhmerwaldes (Šumava) wirtschaftlich zu nutzen.