Phillipsreuter Kapellenweg
Pfarrkirche bei der Kuschwarder Madonna
Im Jahre 1950 wurde diese Pfarrkirche im Bayerischen Wald nahe der tschechischen Grenze erbaut. Nachdem sie gegen Kriegsende von einer amerikanischen Granate getroffen und komplett zerstört wurde. Ihre äußere Erscheinung erstaunt manchen Fremden, da die weiß gekalkten Mauerfugen aus den Natursteinen herausstrahlen. Im Inneren der Kirche ziert eine fast lebensgroße Lourdes-Madonna den Kirchenraum. Sie entstammt der ehemaligen Kirche von Kuschwarda (heute Strázny) in der Tschechischen Republik.
„Neue“ Tussetkapelle
Mit der neuen Tussetkapelle in Phillipsreut im Bayerischen Wald, ist für viele ein Stück Heimat wieder erstanden. Während des zweiten Weltkrieges wurden viele Menschen aus ihrer Heimat vertrieben und durch die Grenzsperren und die damit einhergende Entvölkerung zerfiel die „alte“ Kapelle am Tussetberg.
Die „Neue“, die Originalgetreu nachgebaut wurde, wurde 1985 eingeweiht und mit dem Altarstein der Pfarrkirche von Kuschwarda (heute Strázny) und dem Gnadenbild aus der Tussetkapelle geschmückt. Verschiedene Gedenksteine aus mehreren Pfarreien erinnern an die verlorene Heimat der Böhmerwäldler.
Ein nicht alltäglicher Kreuzweg
An diesem Weg ist das Passionsgeschehen bildlich dargestellt, in dem in die Landschaft des Böhmerwaldes die typischen Bilder übertragen und eingebettet wurden. Von einer aus Wallern stammenden Malerin, Frische-Flügel, sind die Stationen in Holz dargestellt. Dieser ungewöhnliche Kreuzweg im Bayerischen Wald startet an der Tussetkapelle.
Kirche von Leopoldsreut
Auf der gleichen Stelle stand im Jahre 1748 eine Holzkapelle mit dem Patronat St. Johannes-Nepomuk. Heute ist die Kirche im tiefen Bayerischen Wald von Wald umgeben und nur noch die Andachtsstätte und die alte Schule erinnern an das Dorf Leopoldsreut, das verlassen wurde. Die Kirche ist einfach gestaltet. Nur ein großes Bild von Christus am Kreuz aus Holz ziert die Kirche im Bayerwald.
Nischenkapelle aus Stein
Diese kleine Nischenkapelle ist auf dem Weg von Herzogsreut nach Schwendreut zu finden. Sie wurde 1861 erbaut, da der ehemalige Gastwirt „Zur alten Post“ von Pferden zu Boden gestoßen wurde. Diese besondere Kapelle im Bayerwald ist aus einem einzigen Granitblock gehauen und enthält eine Madonna.
Kapelle in Schlichtenberg
Im Jahre 2000 wurde diese kleine Holzkapelle in Schlichtenberg im Bayerwald in alter Form wieder gebaut und eingeweiht. Denn ein Jahr zuvor, wurde sie bei einem Verkehrsunfall so beschädigt, dass sie nochmals neu gebaut werden musste. Zu dieser Kapelle im Bayerischen Wald kann nicht viel gesagt werden, außer, dass diese Andachtsstätte zwischen zwei Birken steht und niemand weiß wie sie dort hingekommen ist.
Bruder-Konrad-Kapelle auf der Alm
Im Jahre 1980/1981 wurde dieses kleine Gotteshaus dem hl. Bruder Konrad geweiht. Er wurde heilig gesprochen 1934, da er besondere Nächstenliebe, Entsagung, Glaubenseifer und Demut vorgelebt hat in seinem Kloster in Altötting. Die kleine Kapelle im Bayerischen Wald wurde ausschließlich durch Spenden finanziert.
Spitzenberger-Kapelle in Neuhäusl
Zu dieser Kapelle im Bayerwald gibt es wenig zu erzählen, da es kaum Überlieferungen dazu gibt. Sie soll eine Wallfahrtsstätte gewesen sein, zu der regelmäßig böhmische Pilger kamen um die „schwarze Madonna“ zu sehen. Nach einer grundlegenden Renovierung in den 40er-Jahren zieren auch heute wieder eine Marienstatue und weitere Figuren das Kapelleninnere. Der Name der Gebetsstätte im Bayerischen Wald kommt daher, dass die Familie Spitzenberger damals in Neuhäusl Grund und Boden erworben hatte und schon damals die Kapelle auf dem Grundstück war. Jeweils am letzten Abend im Mai findet hier eine Maiandacht statt.
