Neureichenauer Kapellenweg
Pfarrkirche St. Sigismund in Altreichenau
Zu Ehren von Sigismund Felix Bischof von Passau kam es in Altreichenau 1932 zum Kirchenbau. Erst 1948, also nach dem Krieg, wurde der Kirchturm erbaut. Der Bau ist einschiffig und zwölf Farbfenster dienen zum Teil zur Heiligendarstellung. Die Kirche im Bayerischen Wald ist seit 1941 Seelsorgestelle und wurde 1972 umgestaltet durch den Bildhauer Leopold Hafner.
Gruschberger Kapelle in Branntweinhäuser
Über den Ursprung dieser Kapelle im Bayerischen Wald weiß man leider nichts. Aus einem alten Hausnamen der Familie Obergroßberger, diese auch die Kapelle betreut, entstand jedoch der Name „Gruschberger Kapelle“.
Das Herzstück dieser Marienkapelle ist eine aus Holzscheit geschnitzte Madonna. Jeden Tag im Mai findet hier eine Andacht statt. 1979 wurde die baufällig gewordene Kapelle untermauert und mit einem Glockentürmchen versehen.
Früher stand diese Andachtsstätte im Bayerischen Wald auf einem Verbindungsweg von Branntweinhäuser über Frauenberg. Aber wegen eines späteren Bau der Eisenbahn (1908 – 1910) musste sie an ihren jetzigen Platz versetzt werden.
Spannbauer-Kapelle in Hinterfreundorf
Die kleine Kapelle wurde 1932 von der Familie Spannbauer im Bayerischen Wald errichtet. Die Mutter-Gottes-Statue, die die Kapelle ziert, hatte zuerst ihren Platz in der St. Sigismund Kirche in Altreichenau. Nach deren Umgestaltung fand die von der Familie Spannbauer gestiftete Figur nämlich keinen Platz mehr und fand so hier ihre neue Heimat.
Pfarrkirche St. Leonhard in Neureichenau
Diese Kirche im Bayerischen Wald war zuerst eine Kapelle. Anlass zum Bau dieser war eine Viehseuche. Da St. Leonhard als Patron der Pferde, des Viehs und der Landwirtschaft gilt, ist es nicht schwer zu verstehen, dass diese nach ihm benannt wurde. Er war sogar so beliebt, dass er als „bayerischer Hergott“ betitelt wurde im Hochmittelalter.
Ihm zu Ehren findet alljährlich eine Pferdesegnung, ein Pferdeumzug und Kirta nach dem Leonharditag im November statt.
Früher gehörte Neureichenau zur Pfarrei Waldkirchen, dann zu Breitenberg im Jahre 1720. Erst seit 1899 ist der Ort ein eigener Pfarrsitz. Stilelemente der spätklassizistischen und des neuromanischen Stils sind hier zu finden. Der Bau der Kirche im Bayerischen Wald selber wurde aus Granitsteinen errichtet, die aus einem nahe liegenden Steinbruch stammen. Auch zieren mächtige Säulen den Inneren Chor und außen den überdachten Eingang.
Bernauer Kapelle in Lackerau
Aus dem Jahr 1972 stammt die kleine Waldkapelle im Bayerischen Wald. Sie liegt auf halben Wege zwischen Altreichenau und Neureichenau – zwei Dörfern am Fuße des Dreisessels.
Laut Paul Praxl, ein ehemaliger Archivar des Landkreises Freyung-Grafenau, gab es wohl schon einmal eine Andachtsstätte hier: „Am alten Weg von der Reichenau in die Althütten steht links am Rand des Hüttenmeisterwaldes die Bernauerkapelle, eine heutzutage verfallene, steinerne Maria-Hilf-Kapelle aus dem Jahre 1885. An diesem Platze soll es früher nicht geheuer gewesen sein: „Die Leute fürchteten sich, wenn sie nach dem Gebetläuten noch durch den Wald gehen mussten. Denn bei der Kapelle lag über dem Weg immer eine Totenruhe und wenn man diesem Sarg ausweichen wollte, schob er sich einem immer aufs neue in den Weg. Gar manchem sind da die Haar`zu Berge gestanden. Der Spuk fand aber schon vor langer Zeit ein Ende.“
Mauritz Kapelle in Schimmelbach
Zwischen Bäumen am Waldrand findet man diese Kapelle im Bayerwald. Sie ist dort versteckt, wo man durch die Talsenke des Michelbachs hinüber Richtung Schimmelbach wandert. Einem der letzten Siedlungsvorposten am Fuße des Dreisessels. Ihre Form ist einfach und kubisch aus Granitquadern; gemauert im Jahre 1838. Im Türsturz eingemauerte Inschrift besagt, dass sie eine Marienstatue birgt und dem „Christi Blut“ geweiht ist.
Jaga Kapelle in Riedelsbach
Unter einer alten Esche und einem alten Ahornbaum befindet sich diese Kapelle im Bayerischen Wald. Früher stand hier wohl eine kleine Laube, die zur Gebetsstätte umgebaut wurde, da der Förster Heiss erkrankt war. Seine Gattin hatte den Wunsch diese zu erbauen. Es ist eine sehr einfache Kapelle in kubischer Form aber mit einer traumhaften Aussicht über den Bayerischen Wald. Im Mai finden hier Maiandachten statt.
Widin Kapelle in Riedelsbach
An der Straße Richtung Riedelsbach befindet sich diese Kapelle im Bayerischen Wald. Ein gemalter Kreuzweg, von einem Münchener Professor, ist die einzige Zierde im Raum. Die Muttergottes und die Glocke stammen von der viel kleiner Vorgängerkapelle. Durch Widin Maria wurde 1925 der größere Kapellen Neubau ermöglicht.
Rosenberger Gut Kapelle
1854 wurde diese Maria-Hilf-Kapelle im Bayerischen Wald von Xaver Rosenberger errichtet. Früher stand sie zwischen einer Ulme und einer Linde. Jedoch durch die Straßenerhöhung wurde sie scheinbar in einen Straßengraben gedrängt.
Adalbert Stifter, ein bekannter Schriftsteller des Bayerwaldes, sollte angeblich den Plan zur Kapelle gezeichnet haben, da er nicht nur ein Talent zum Dichten hatte.
Die Ausstattung ist sehr bescheiden. Glasfenster mit Marienkirchen aus dem Böhmerwald sowie ein Mutter-Gottes-Bild zieren die Kapelle. Das wertvolle Altarbild wurde wohl aus der Kapelle gestohlen am Ende des 2. Weltkrieges.
Kapelle im Camping-Park Lackenhäuser
Diese ökomenische Kapelle inmitten im Bayerischen Wald überrascht mit ihrem Stil. Es ist eine Nur-Dach-Bau Konstruktion die auf Initiative der Wohnwagenfirma Knaus errichtet wurde. Sie bietet Platz für 230 Personen und jeden Sonntag um 10.00 Uhr findet eine Messe statt. Das innere ziert ein schönes Glasfenster, die Helmut Knaus, sen. entworfen hat, eine Christophorus-Statue und ein Kreuz mit integriertem Bergkristall.
Kirche St. Konrad in Lackenhäuser
Unter hohen Birken versteckt sich diese Kirche im Bayerischen Wald. Im Jahre 1930 wurde die Kirche geweiht. Im Altarraum ist ein Kruzifix zu finden. Den Kirchenraum dagegen schmückt ein schöner Kreuzweg aus Hinterglasbildern.
Da Bruder Konrad christiche Grundwerte exzessiv lebte, wurde damals dieser heilig gesprochene als Kirchenpatron gewählt. Somit ist am Fuße des Dreisessels diese Kirche wohl eine der ersten, die diesem Patron gewidmet ist.
Pater-Pupert-Mayer-Kapelle in Lackenhäuser
An einem kleinen Waldrand mitten im Bayerischen Wald findet sich diese kleine Kapelle. Sie ist nur über eine Viehweise erreichbar. 1992 begannen drei Leute den Bau der Andachtsstätte. 1994 wurde sie dann von Pater Rupert Mayer eingeweiht.
In einer Bombennacht im 2. Weltkrieg schwor Reinhard Braun den Bau einer Kapelle. Mit Hilfe von Hubert Scheibenzuber und Karl-Heinz Wudy wurde dieses Versprechen in die Tat umgesetzt.
Godl-Kapelle in Klafferstraß
Von Linden umgeben ist diese Kapelle in der Gemeinde Neureichenau im Bayerischen Wald. 1880 wurde sie von Jakob Riedl erbaut und 1995 von Feuerwehrkameraden renoviert.
"Lieber Wanderer, geh’ nicht vorbei
Bet einen Vaterunser oder zwei
Teile auf dieser Welt mit den Armen
Dann wird sich Gott einst
Deiner erbarme"
Dieser Spruch begrüßt den Besucher beim Eintritt in die kleine Kapelle. Die Maria-Hilf-Kapelle ziert ein Spitzturm und eine Waffen-Christi-Kreuz davor.
Innen ist sie geschmückt mit einem Altar von neugotischen Stilelementen. Für Marienandachten sowie jeden Donnerstag findet eine Messe statt.
Lenz-Hansl-Kapelle in Klafferstraß
An einer Abzweigung nach Spillerhäuser steht die Lenz-Hansl-Kapelle. Eine Linde und eine Ruhebank laden dort zum bleiben ein. Im Jahre 1856 wurde diese Kapelle im Bayerischen Wald errichtet. Auf dem Hof, wo diese Andachtsstätte errichtet wurde, herrschte eine arge Kindersterblichkeit. Sie ist der heiligen Dreifaltigkeit geweiht und hatte sich sogar zu einer Wahlfahrtstätte entwickelt.
Zweimal wurde sie ausgeraubt und ein weiteres Mal total verwüstet. Das Altarbild wurde gestohlen. Deswegen befinden sich nun zwei Säulen dort.
Kapelle in Kleingsenget
Eine einfache Kapelle, die Maria gewidmet wurde, ist im Bayerischen Wald wegen folgendem Grund entstanden:
„1958 erbaut von Plank Johann
Aus Dank für die Rückkehr
Aus dem 2. Weltkrieg“
Diese paar Zeilen sind in Granit gemeißelt an der Frontseite zu finden. Hintergrund ist, dass er im Balkan in einen Kugelhagel geraten ist. Eine Kapelle als Schutz, hätte ihm sein Leben retten können. Johann Plank schwor damals, wenn er wieder zurückkehrt, erbaue er eine.
Neue Kapelle in Gsenget
1972 wurde diese Kapelle im Bayerwald erbaut und von Bischof Hofmann geweiht. Sie ersetzt eine kleine Kapelle aus dem Jahr 1852. Aus der alten, baufälligen Vorgängerkapelle wurde die Floriani-Statue in die neue eingefügt. Sie ist im Winkel zweier Straßen in Gsenget zu finden. Am Eingang des Rundbaus mit kleinen Dachreitertürmchen steht:
"Maria an den Straßen
tu uns Sünder nicht verlassen.
Wenn ich komm vor’s letzt Gericht
so bitt ich dich verlaß mich nicht."
Wöchentlich findet hier eine Messe statt.
